Sie spüren den Wunsch, in Ihrer Gemeinde etwas zu bewegen und einen aktiven Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten? Sie sind davon überzeugt, dass Glaube und Handeln zusammengehören? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Der Weg zu einer nachhaltigeren Gemeinde ist eine lohnende Reise, und wir möchten Sie dabei unterstützen. Erste kleine Schritte können bereits eine erstaunliche Wirkung entfalten und eine positive Dynamik in Ihrer Gemeinschaft freisetzen.

Wir stellen Ihnen nicht nur alle notwendigen Materialien kostenlos zur Verfügung, sondern stehen Ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite. Ob telefonisch, per E-Mail oder bei einem persönlichen Besuch vor Ort – wir finden das passende Format für Sie. Den Anstoß für diesen Prozess kann jeder geben: ob engagiertes Mitglied des Gemeindekirchenrats, Konfirmandin, Chorsänger oder einfach ein Gemeindemitglied mit einer Vision. Ihre Initiative ist der wertvollste erste Schritt.
Unser Fahrplan zur nachhaltigen Gemeinde
Um den Einstieg so konkret und greifbar wie möglich zu machen, haben wir einen strukturierten Fahrplan entwickelt. Er soll Ihnen als Orientierung dienen und aufzeigen, wie der Prozess in Ihrer Gemeinde aussehen könnte. Diese Tabelle gliedert die Reise in vier logische Phasen – von der ersten Idee bis zur festen Verankerung nachhaltiger Praktiken im Gemeindeleben. Jede Phase enthält konkrete Schritte, eine Beschreibung der Ziele und zeigt auf, wie wir von Gemeinde N Sie dabei gezielt unterstützen können.

| Phase | Schritt | Beschreibung des Schritts | Unterstützung durch Gemeinde N |
| Phase 1: Orientierung & Inspiration | 1. Interesse wecken | Ein kleines, motiviertes Team findet sich zusammen. Gemeinsam wird überlegt: Warum ist uns Nachhaltigkeit wichtig? Welche Verbindung sehen wir zu unserem Glauben? | Bereitstellung von Einstiegsmaterialien, Andachtsvorlagen und Impulstexten zum Thema Schöpfungsbewahrung. |
| 2. Bestandsaufnahme (Wo stehen wir?) | Das Team analysiert den Status quo der Gemeinde in verschiedenen Bereichen wie Energie, Beschaffung, Abfall und Außenanlagen. Eine einfache Checkliste hilft dabei. | Wir stellen praxiserprobte Checklisten und Analysebögen zur Verfügung, die auf die Gegebenheiten einer Kirchengemeinde zugeschnitten sind. | |
| 3. Informationsveranstaltung | Das Thema wird der gesamten Gemeinde vorgestellt, zum Beispiel im Rahmen eines Gottesdienstes, eines Gemeindeabends oder durch einen Artikel im Gemeindebrief. | Vermittlung von Referent*innen; Bereitstellung von Präsentationsvorlagen und Informationsflyern. | |
| Phase 2: Planung & Konkretisierung | 4. Themenschwerpunkte festlegen | Basierend auf der Bestandsaufnahme entscheidet die Gemeinde, auf welche 1-3 Bereiche sie sich zunächst konzentrieren möchte (z.B. „Fairer Kaffee“ oder „Energie sparen“). | Moderation von Workshops zur Zielfindung; Bereitstellung von detaillierten Leitfäden zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen. |
| 5. Ziele und Maßnahmen definieren | Für die gewählten Schwerpunkte werden konkrete, messbare und realistische Ziele formuliert (z.B. „Bis Jahresende nur noch fair gehandelten Kaffee ausschenken“). | Persönliche oder telefonische Beratung bei der Formulierung von Zielen und der Planung von umsetzbaren Maßnahmen. | |
| 6. Verantwortlichkeiten klären | Ein festes Nachhaltigkeitsteam wird gebildet oder Verantwortliche für die einzelnen Maßnahmen werden benannt. Ein Zeitplan wird erstellt. | Vorlagen für Projektpläne und Tipps zur Teamorganisation und internen Kommunikation. | |
| Phase 3: Umsetzung & Aktion | 7. Erste Projekte starten | Die geplanten Maßnahmen werden umgesetzt. Dies kann die Installation von Mülleimern zur Mülltrennung, die Organisation einer Kleidertauschbörse oder die Umstellung der Leuchtmittel sein. | Kontinuierliche Begleitung bei Rückfragen; Bereitstellung von Praxistipps und Kontakten zu regionalen Partnern (z.B. Energieberater). |
| 8. Sichtbar machen und feiern | Erfolge, auch kleine, werden aktiv in der Gemeinde kommuniziert (Gemeindebrief, Aushang, Abkündigungen). Ein Erntedankgottesdienst kann unter das Motto „Schöpfung“ gestellt werden. | Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit; Vorlagen für Presse- und Gemeindebriefartikel. | |
| Phase 4: Verstetigung & Weiterentwicklung | 9. Reflexion und Anpassung | Nach einem festgelegten Zeitraum (z.B. einem Jahr) reflektiert das Team: Was lief gut? Wo gab es Hürden? Welche Ziele wurden erreicht? Der Plan wird bei Bedarf angepasst. | Moderation von Reflexionstreffen; Methoden zur Auswertung und Weiterentwicklung des Prozesses. |
| 10. Nachhaltigkeit verankern | Nachhaltigkeitskriterien werden langfristig in die Entscheidungsprozesse der Gemeinde integriert, z.B. durch einen Beschluss des Gemeindekirchenrats zur ökofairen Beschaffung. | Musterbeschlüsse und Beratung zur Integration von Nachhaltigkeit in die Gemeindesatzung oder Leitlinien. |
Dieser Fahrplan ist als flexibler Leitfaden gedacht, der an die individuellen Bedürfnisse und das Tempo Ihrer Gemeinde angepasst werden kann. Es geht nicht darum, alle Punkte auf einmal abzuarbeiten, sondern darum, den ersten Schritt zu tun und die Reise mit Freude und Zuversicht zu beginnen. Jeder einzelne Schritt ist ein wertvoller Beitrag zu einer zukunftsfähigen und gerechten Welt.

Multiplikatoren-Seminare: Wissen vertiefen, Netzwerk stärken
Für alle, die tiefer in die Materie einsteigen und zu zentralen Ansprechpartnern in ihrer Region werden möchten, bieten wir auf Anfrage spezielle Multiplikator*innen-Seminare an. In diesen Seminaren vermitteln wir nicht nur vertiefendes Wissen, sondern geben auch didaktische Werkzeuge an die Hand, um andere zu begeistern und zu befähigen. Ziel ist es, ein starkes, regionales Netzwerk von engagierten Menschen aufzubauen, die sich gegenseitig unterstützen und die Bewegung in die Breite tragen. Wenn Sie Interesse haben, ein solches Seminar in Ihrer Region zu organisieren oder daran teilzunehmen, sprechen Sie uns gerne an.
