Über uns

Wir sind eine Initiative von engagierten Christinnen und Christen, die tief in der Gemeinschaft verwurzelt sind und eine gemeinsame Vision teilen: den Glauben aktiv zu leben, indem wir Verantwortung für unsere Schöpfung übernehmen. Bisher vor allem im ländlichen Raum Ostdeutschlands aktiv, möchten wir Kirchengemeinden ermutigen und befähigen, erste, aber entscheidende Schritte in Richtung eines nachhaltigeren Gemeindelebens zu gehen. Uns ist bewusst, dass der Anfang oft schwerfällt. Deshalb legen wir größten Wert darauf, niemanden zu überfordern. Unser Ziel ist es, Freude am gemeinsamen Gestalten zu wecken und eine dauerhafte Motivation für den Wandel zu schaffen. Dabei erfinden wir das Rad nicht neu, sondern bauen auf der wertvollen und langjährigen Arbeit anderer Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen auf und passen deren Erkenntnisse für die Bedürfnisse von Kirchengemeinden an.

Glückliche Familien mit Kindern in einer ländlichen Kirchengemeinde, die gemeinsam eine nachhaltige Zukunft gestalten.

Unsere Vision: Glaube, der handelt

Im Herzen unserer Arbeit steht die Überzeugung, dass der christliche Glaube uns aufruft, die Welt aktiv mitzugestalten und Gottes Schöpfung zu bewahren. Dies ist für uns kein Nebenschauplatz, sondern ein zentraler Ausdruck gelebter Nächstenliebe. Globale Herausforderungen wie der Klimawandel, der Verlust der Artenvielfalt und soziale Ungerechtigkeit sind keine abstrakten Probleme, sondern betreffen reale Menschen und bedrohen die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen. Als Christen können und wollen wir hier nicht tatenlos zusehen. Wir sehen es als unsere spirituelle Pflicht, im Kleinen wie im Großen einen Unterschied zu machen – aus Dankbarkeit für die Schöpfung und aus Liebe zu unseren Mitmenschen.

Unser Ansatz: Gemeinsam wachsen, konkret handeln

Wir glauben, dass Veränderung dann am besten gelingt, wenn sie von der Gemeinschaft getragen wird und auf konkreten, erreichbaren Zielen basiert. Anstatt starre Konzepte vorzugeben, bieten wir einen flexiblen Baukasten an Werkzeugen und Ideen, den jede Gemeinde individuell für sich nutzen kann. Unser Prozess beginnt immer mit dem Zuhören und Verstehen der spezifischen Situation vor Ort. Der Weg zu einer nachhaltigeren Gemeinde ist eine Reise mit vielen Etappen. Die folgende Liste gibt einen Einblick in unsere Kernbereiche der Unterstützung und soll als Inspiration dienen, welche Felder gemeinsam bearbeitet werden können.

Infografik mit Symbolen für die Kernbereiche unserer Unterstützung: Analyse, Bildung, Umsetzung, ökofaire Beschaffung und Vernetzung.

Unsere Begleitung umfasst typischerweise folgende Schritte:

  • Analyse & Beratung: Wir beginnen mit einer gemeinsamen Bestandsaufnahme. Wo steht Ihre Gemeinde? Welche Ressourcen sind vorhanden? Wo gibt es bereits nachhaltige Ansätze, und wo liegen die größten Potenziale für Verbesserungen?
  • Bildung & Sensibilisierung: Durch leicht verständliche Informationsmaterialien, interaktive Workshops und Vorträge schaffen wir ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen unserem Handeln und globalen Auswirkungen. Wir übersetzen komplexe Themen in den Gemeindealltag.
  • Praktische Umsetzung: Wir helfen bei der Initiierung konkreter Projekte. Das kann die Organisation eines regionalen Erntedankfestes, die Umstellung auf Ökostrom und Recyclingpapier oder die Anlage eines bienenfreundlichen Gartens auf dem Kirchengelände sein.
  • Ökofaire Beschaffung: Wir beraten Gemeinden dabei, ihren Einkauf nachhaltiger zu gestalten – vom fair gehandelten Kaffee für das Kirchencafé bis hin zu umweltfreundlichen Reinigungsmitteln für das Gemeindehaus.
  • Vernetzung & Austausch: Wir bringen Sie mit anderen Gemeinden zusammen, die bereits auf dem Weg sind. Der Austausch von Erfahrungen, Erfolgen und auch Herausforderungen ist eine unschätzbare Quelle der Motivation und Inspiration.

Diese Bausteine sind als Angebot zu verstehen, aus dem jede Gemeinde schöpfen kann. Wir begleiten Sie in Ihrem eigenen Tempo und feiern jeden Schritt, egal wie klein er erscheinen mag. Unser Ziel ist es, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die das Gemeindeleben dauerhaft bereichern und zukunftsfähig machen.

Vom Ich zum Wir: Die Kraft des Netzwerks

Stilisierte Landkarte einer Region, auf der mehrere Kirchengemeinden als leuchtende Punkte miteinander vernetzt sind.

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Gerade in ländlichen Regionen kann das Gefühl entstehen, als Einzelkämpfer für eine große Sache zu streiten. Globale Probleme wie Klimawandel und Armut können überwältigend wirken und zu Resignation führen. Genau hier setzen wir mit unserem Netzwerkgedanken an. Eine Kirchengemeinde besteht aus vielen Mitgliedern, und die Christenheit besteht wiederum aus unzähligen Gemeinden. Wir stehen also nicht alleine da. Indem wir uns vernetzen, schaffen wir eine Plattform für gegenseitige Stärkung. Wir teilen Erfolgsgeschichten, die Mut machen, und geben uns gegenseitig Halt, wenn Hürden auftauchen. Es gilt das Sprichwort: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Gemeinsam sind wir eine hörbare Stimme und eine sichtbare Kraft für den Wandel.

Gemeinden auf dem Weg

Die ersten Gemeinden im Fläming haben sich bereits auf den Weg gemacht. Die Martinsgemeinde Lütte, die Trinitatisgemeinde Ragösen sowie die evangelische Kirche Wiesenburg sind inspirierende Beispiele dafür, wie Veränderung beginnen kann. Sie sind dabei, ihre Gemeindestrukturen Schritt für Schritt ökologisch und sozial nachhaltiger zu gestalten und zeigen, dass Engagement vor Ort eine direkte und positive Wirkung entfaltet.

Alle unsere Materialien sowie unsere Beratung sind für Kirchengemeinden kostenfrei. Wir werden durch Förderer unterstützt, die unsere Vision einer zukunftsfähigen Kirche teilen.